Es begann im Kloster: Von der Elite zum Breitensport

Das 16. und 17. Jahrhundert kann als das „goldene Zeitalter“ des Tennissports bezeichnet werden. Danach verliert der weiße Sport aus mehreren Gründen in seinem Ursprungsland Frankreich an Bedeutung, gewinnt dafür ungemein in England. 1877 wurde auch schon das erste bedeutende Tennisturnier auf einer Rasenfläche – in Wimbledon – ausgetragen. Die damals festgesetzten Regeln gelten bis heute. Übrigens: Die Erfindung des Gummiballs und des Rasenmähers waren für die Entwicklung des Tennis-Sportes nicht unerheblich.

Davis Cup Duell gegen Chile in Bestbesetzung

Kapitän Stefan Koubek geht davon aus, dass Österreich in Bestbesetzung antreten wird. Gewinnt das Team dieses Heimspiel am 1. und 2. Februar in der SalzburgArena, ist die Teilnahme am einwöchigen Daviscup-Finalturnier garantiert: 18 Mannschaften treten im November 2019 in Madrid um den Titel an!

Österreich gewann souverän 5:0 gegen Weißrussland, dann in Runde zwei in Moskau sensationell gegen Russland 3:1. Das Team von Stefan Koubek hat im September in Graz gegen Australien gespielt, Österreich gewann 3:1 und gehört wieder der Weltgruppe an. Gegen Chile geht es am 1. und 2. Februar 2019 in Salzburg um ein Ticket für das Daviscup-Finalturnier im November.

Details zum kommenden Duell

Am ersten Tag stehen zwei Singles auf dem Programm, der zweite Tag startet mit dem Doppel, gefolgt von zwei Singles. Alle Matches werden im Best-of-Three-Modus ausgetragen. Im direkten Vergleich mit den Südamerikanern steht es 0:3, das letzte Duell in Rancagua 2009 ging mit 2:3 verloren.

Der beste chilenische Tennisspieler ist Nicolas Jarry (ATP-42 Einzel, ATP-49 Doppel) gefolgt von Christian Garin (ATP-102). Im Doppel scheinen Julio Peralta (ATP-40) und Hans Podlipnik-Castillo (ATP-84) in den Top-100 auf.

Historie der letzten Begegnung des Davis Cup, Österreich – Australien in Graz (Messe Congress, Freiluft/Sand), 3:1

Erster Spieltag
Dominic Thiem – Jordan Thompson 6:1, 6:3, 6:0
Dennis Novak – Alex de Minaur 3:6, 6:2, 6:3, 6:2
Zweiter Spieltag
Oliver Marach / Jürgen Melzer – John Peers / Lleyton Hewitt 1:6, 4:6, 6:3, 5:7
Dritter Spieltag
Dominic Thiem – Alex de Minaur 6:4, 6:2, 3:6, 6:4

Die Tickets
Aufgrund der erfreulich starken Nachfrage für Zwei-Tages-Tickets sind nur noch Restkarten verfügbar. Die Anzahl dieser Restkarten ist abhängig davon, wie viele Tickets vom internationalen Tennisverband an Kontingentkarten an den ÖTV retourniert werden. Für diese Karten wurde eine Warteliste angelegt. Um sich für diese registrieren zu lassen, schicken Sie Ihre Kontaktdaten an ticketing@emotion.at. Wir bitte um Verständnis, dass aufgrund der großen Nachfrage nicht alle Ticketwünsche erfüllt werden können.

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Elterlicher Ehrgeiz im Tennis

Über 60.000 Österreicherinnen und Österreicher sind Wettkampfspieler in Vereinen, sehr viele davon Kinder. Manche werden von ihren Eltern ermuntert, manche sogar gedrillt. Einge Sportärzte sehen die Rolle ehrgeiziger „Tennis-Eltern“ aber nicht unbedingt negativ, da Sport ja auch eine Berufsausbildung sein kein, zu der Überwindung und die Unterstützung der Eltern dazugehört. Wenn Jugendliche ein Ziel vor Augen haben, dann sei dies doch großartig; vorausgesetzt, es passiert aus freiem Willen.

Tennis – Von der Elite zum Breitensport

Tennis ist beileibe keine englische Erfindung, wie man allgemein annehmen könnte. Die Geschichte des Tennisspiels reicht bis ins 13. Jahrhundert nach Frankreich zurück. Jeu de Paume – das Spiel mit der Handfläche – nannte man es damals, und es wurde von Mönchen im Klosterinnenhof gespielt. Ende des 15. Jahrhunderts kam dann der Tennisschläger dazu, und aus dem bisherigen elitären Sport, der dem Adel vorbehalten war, wurde ein Breitensport, der auf Interesse in allen Bevölkerungsschichten stieß und mit Begeisterung gespielt wurde und immer noch wird.

Helden: Das längste Match und die Weltrangliste

Das längste Match:

John McEnroe gewann 1982 gegen Mats Wilander nach einer Spielzeit von 6 Stunden und 22 Minuten mit 9:7, 6:2, 15:17, 3:6 und 8:6. Boris Beckers berühmter Sieg gegen McEnroe 1987 in Hartford dauerte eine Minute weniger. Das am härtesten umkämpfte Match nach Einführung des Tiebreak gewann der Österreicher Horst Skoff 1989 gegen Wilander mit 6:7, 7:6, 1:6, 6:4, 9:7.

 

Weltrangliste

Bei den Herren und Damen gibt es zwei verschiedene wichtige Ranglisten. 2000 wurde bei den Herren das Champions Race eingeführt, in das nur die Ergebnisse der aktuellen Saison einlaufen. Es wird verwendet, um die besten acht Spieler zu ermitteln, die am Ende der Saison für den Masters-Cup (früher ATP-WM) qualifiziert sind. Dazu gibt es das alte ATP-Ranking (Entry List), das die Resultate der letzten 52 Wochen berücksichtigt. Über das ATP-Ranking werden die Setzlisten gemacht und entschieden, wer ins Hauptfeld kommt. Bei den Damen wird zwischen WTA Tour Ranking und dem Race to the Championships unterschieden.

Wiener Stadthallen-Turnier rückt in ATP-500-Kategorie

Nach den Grand-Slam-Turnieren und den ATP World Tour Finals bildet die Masters Series die wichtigste Turnier-Reihe im Herrentennis. Das Preisgeld eines Masters-Series-Turniers beträgt mehr als 2,5 Millionen US-Dollar. Im Unterschied zu den vier Grand-Slam-Turnieren (Australian Open, French Open, Wimbledon Championships und US Open) werden die Spiele der Masters-Series im Best-of-Three-Format ausgetragen (also mit zwei Gewinnsätzen).

Gesundes Stop-and-Go

Viele Orthopäden halten Tennis als Stop-and-go-Sportart für eine enorme Belastung der Gelenke. Dem widersprichen Sportärzte: Zwischen Gelenkskopf und Gelenkspfanne ist eine Flüssigkeit. Durch die kurzen schnellen Stopp-Bewegungen beim Tennis gleitet der Gelenkskopf auf dieser Flüssigkeit. Bei langsamen Bewegungen wird die Flüssigkeit allerdings verdrängt und es reibt Knorpel auf Knorpel, was wirklich zu Schäden führen kann. Obwohl Tennis auch ein Ausdauersport ist, sollte trotzdem zusätzlich Ausdauersport betrieben werden. Laufen oder Radfahren etwa, um die nötige Kondition fürs Tennisspiel zu bekommen. Außerdem gilt von Orthopäden folgende Regel: vor dem Sport unbedingt Dehnungsübungen machen, um Verhärtungen der Muskulatur zu vermeiden.

Rekorde, Rekorde, Rekorde!

Die meisten Asse in einem Match:

51: Ivo Karlovic (Kroatien) Wimbledon 2005, Joachim Johansson (Schweden) Australian Open 2005

 

Die meisten Asse in einer Saison:

1477: Goran Ivanisevic (Kroatien) 1996

 

Das längste Match:

6 Stunden, 33 Minuten, French Open 2004: Fabrice Santoro (Frankreich) – Arnaud Clement (Frankreich). Santoro gewann in dem über mehrere Tage ausgetragenen Match mit 6:4, 6:3, 6:7 (5:7), 3:6 und 16:14.

 

Schnellster Aufschlag:

Andy Roddick feuerte 2004 in einem Davis-Cup-Match gegen den Weißrussen Wladimir Woltschkow einen Aufschlag mit 249,4 hm/h ins Feld. Den Rekord bei den Damen hält Venus Williams, die im Wimbledon-Finale 2008 gegen ihre Schwester Serena mit 209 km/h servierte.

Geschichte, Rekorde, Helden: Der Davis Cup

Der wichtigste Mannschaftswettbewerb im Tennis wurde im Jahr 1900 zum ersten Mal ausgetragen. Eine Begegnung zweier Länder besteht aus vier Einzeln und einem Doppel. Deutschland schaffte es erst 1970 zum ersten Mal ins Finale, den ersten Triumph gab es 1988 nach einem 4:1-Erfolg in Schweden. Ein Jahr später konnte man den Titel, erneut gegen Schweden, verteidigen. Den bislang letzten deutschen Erfolg gab es 1993 durch ein 4:1 gegen Australien.

 

Die meisten Siege

32: USA
28: Australien
9: Großbritannien, Frankreich
7: Schweden
3: Deutschland, Spanien
2: Russland

Wiener Stadthallen-Turnier rückt in ATP-500-Kategorie

Das Erste Bank Open wird damit (ausgenommen von den vier nicht zur ATP-Tour gehörenden Grand-Slam-Turnieren) hinter den vier ATP-Masters-1000-Events zum fünfthöchst dotierten ATP-Turnier in Europa. Die ATP World Tour Masters 1000 (1990–1995 Championship Series, Single Week, 1996–1999 Mercedes-Benz Super 9, 2000–2003 Tennis Masters Series, 2004–2008 ATP Masters Series) ist eine von der Tennisvereinigung ATP veranstaltete Serie von neun Herrentennis-Turnieren.