Tennis-Festspiele in Anif

Anif 2015 | © ÖTV

In Anif, einer Gemeinde im Salzburger Land, fand im Juli 2015 das neunte Turnier des Generali ITN Cups statt –  und war restlos ausverkauft. Der Cup gilt als die größte Breitensport-Turnierserie Österreichs.

Zeitgleich mit der letzten Vorstellung des „Jedermanns“ im Rahmen der Salzburger Festspiele traten in Anif rund 75 Tennisspieler und -spielerinnen mit einem ITN zwischen 4,0 und 10,0 gegeneinander an.

Besonders für die Tennis-Festspiele: erstmals betritt eine Spielerin, die bereits vier Grand-Slam-Turniere gewonnen hat, einen Court im Gasteinertal – die Australierin Samantha Stosur.

„Es macht mich schon stolz, dass eine Ausnahmeathletin wie Sam Stosur heuer bei den Nürnberger Gastein Ladies spielt. Das ist auch eine Anerkennung für die engagierte Arbeit, die in den vergangenen neun Jahren hier für das WTA-Turnier im Gasteinertal geleistet worden ist.“, so Turnierdirektorin Sandra Reichel.

Siegreich in den ITN-Kategorien

Im Rahmen der Tennis-Festspiele in Anif, wurden Bewebe in sieben Spielstärke-Kategorien ausgetragen. In der ITN-Kategorie 4,0 bis 4,6 gab es großes Tennis mit vielen engen Matches zu sehen, siegreich war der Tiroler Josef Kurz.

Die ITN-Kategorie 4,7 bis 5,3 konnte Florian Ditzer aus Niederösterreich für sich entscheiden; in der  Kategorie 5,4 bis 6,0 hatte Rene Subhieh Erfolg.

Außerdem siegreich waren die Salzburger Damir Sokic und Christina Geib, der Oberösterreicher Roland Krauk und Matthias Bürgstein aus der Steiermark.

 

 

Unnützes Tenniswissen für die Tribüne

© Markus Spiske, raumrot.com | Flickr | CC BY 2.0

Wenn große Turniere anstehen, sind sie nicht weit: Die VIPs, die Menschen in den Business-Logen, deren Tennis-Ahnungslosigkeit ein Geheimnis vor den Kollegen bleiben muss. Es gibt einige simple Sprüche, die Sie einfach so bringen können, um zu tun als ob.

Aller Anfang ist der Aufschlag

Das beginnt schon beim Aufschlag und der Aussage, an den Rekord von Sam Groth (264 km/h) – der auch in Wien dabei ist – käme das nicht ran. Kommt es zu einem Netzroller – das ist, wenn der Ball an der Netzkante tänzelt, um im gegnerischen Feld aufzukommen – könnte man sagen: „Zum Glück ist das Netz genau 91,4 cm hoch, das ist genau 90,6 cm mehr als das Metallkabels, das das Netz hält, dick ist!“.

Wenn der Schläger nicht mehr schlägt

Geht ein Schläger mehr oder weniger absichtlich kaputt, können Sie die alte Ivanisevic-Story erzählen, der alle seine Schläger zerstörte und neben der Niederlage auch 1000 Dollar zahlen musste. Übrigens ist er auch der einzige Wimbledon-Sieger dessen Name aus abwechselnden Vokalen und Konsonanten besteht.

Die Pausen-Historie

In den Pausen – schließlich ist der Ball bei einer Spielzeit von 150 Minuten im Schnitt nur 20 Minuten im Spiel – können Sie Ihrem Sitznachbar von Historischem erzählen, dass man Tennis zuerst mit den Händen gespielt hat und bis 1986 alle Tennisbälle auf der Tour weiß waren, bevor sie – es lebe die Ironie! – erstmals in Wimbledon gelb wurden. Sie sind 56,69 Gramm schwer.

Letzten Endes bleibt der Schweiß

Und ganz am Ende des Spiels, wenn Ihr Sitznachbar trotz Ihrer Befürchtung, er würde nie wieder aus der Kantine kommen, wieder neben Ihnen sitzt, können Sie sagen: „Weißt du, wieso die verschwitzten Tennisklamotten so stinken? Micrococcus heißen sie, die Bakterien!“

Die Jugend-Turnierreform des ÖTV

© Torrey Wiley | Flickr | CC BY 2.0

Per 15.10.2015 ist sie gültig: die Jugend-Turnierreform des ÖTV. Das neue Konzept umfasst viele Bereiche des Jugendsports. Wesentliche Neuerungen betreffen vor allem die österreichischen Jugendmeisterschaften, den ÖTV Jugend-Circuit und die Landesmeisterschaften.

Jugendmeisterschaften werden zum Freiluftbewerb

2016 werden die Jugendmeisterschaften erstmalig als einwöchiges Event ausgetragen. Hier treten alle Jugend-Spieler am selben Ort innerhalb ihrer Altersklasse gegeneinander an. Vor Ort wird es keine Qualifikation geben, die Ausscheidung erfolgt durch einen 32er-Raster im Einzel und einen 16er-Raster im Doppel.

Neu: der ÖTV Jugend-Circuit

Der Jugend-Circiut besteht aus je drei Indoor- und Outdoor-Turnieren der Kategorie II, bei denen Spieler der Altersklassen u12 bis u16 teilnehmen können. Außerdem zählen die ÖTV-Hallenmeisterschaften und die ÖTV-Freiluftmeisterschaften zum Programm. Die acht besten Spieler der Circiut-Turniere werden anschließend bei acht weiteren Turnieren mit einem Masters geehrt. Außerdem wird es eine eigene Homepage, eine Party für alle Teilnehmenden und viele weitere Programmpunkte geben.

Aufwertung der Landesmeisterschaften

Im Rahmen der Jugend-Turnierreform werden die Landesmeisterschaften 2016 erstmals zu einem Turnier der Kategorie III. In jedem Landesverband werden dann zwei Kat. IV Turniere ausgetragen, Kat. V- und VI-Turniere finden von nun an nicht mehr statt.

Sichtungsturniere bei u9 und u10

Bei den jüngeren Altersklassen wird es mit Inkrafttreten der Reform keine Race Wertung mehr geben. Vier Sichtungsturniere und vier ÖTV-Workshops sollen die klassischen Turniere ersetzen. Die neuen Regelungen für das Kids-Tennis sind hier nachzulesen.

Love Fifteen – Tennis und die Liebe

© Carina06 | Flickr | CC BY-SA 2.0

Beim Tennis ist die Zählweise normalerweise sehr bodenständig; manchmal bekommt man von den Schiedsrichtern aber Eigenartiges zu hören. „Love fifteen“ – mit diesem sonderbaren Begriff wird der Punktestand 0:15 betitelt. Aber warum, und was hat das mit der Liebe zu tun?

Hoher Einsatz beim Jeu de Paume

Der Ursprung der Bezeichnung „love fifteen“ liegt in der Geschichte des Tennis weit zurück – 400 Jahre um genau zu sein – beim Vorläufer des Tennis, dem „Jeu de Paume“. Aus diesem französischen Ballspiel, das man mit der Handinnenfläche spielt, hat sich der Tennissport entwickelt. Sowohl beim Spielfeld als auch im Regelwerk sind deutliche Unterschiede zu erkennen, die Zählweise ist aber ähnlich.

Beim Jeau de Paume ging es um Geld, der Einsatz war hoch: pro Punkt verlor (oder gewann) man damals 15 Deniers. Daher kommt auch die heutige Zählweise im Tennis – 0, 15, 30, 40. (Im 16. Jahrhundert wurde die logisch folgende Zahl 45 durch 40 ersetzt.) Steht es also 0:15 wird der Spielstand love:fifteen ausgerufen.

Liebe für Verlierer

Zur Herkunft des Wortes „love“ für „Null“ gibt es verschiedene Theorien. Eine besagt, dass der Begriff von den Holländern stammt, die aus religiösen Gründen nach England flüchteten. Oft wird auch behauptet, er kommt vom französischen Wort für Ei „l’œf“, weil die Null auf der Anzeigetafel einem Ei ähnelt. Mit der Liebe hat „Love fifteen“ geschichtlich also wenig zu tun – außer vielleicht mit der Liebe zum Tennis.

Näheres rund um die Zählweise im Tennis finden Sie hier.

All Time Top 10 – Halbgötter in Weiß

Pete Sampras | © Shinya Suzuki | Flickr | CC BY 2.0

Legenden. Männer, die ihren Sport liebten. Männer, die ihren Sport lebten. Und Männer, die ihren Sport und ihr Spiel in unbekannte Sphären hievten.

Pete Sampras

Sie nannten ihn Pistol Pete, den mittlerweile 43-jährigen aus Maryland. Er gewann siebmal in Wimbledon, fünf Mal bei den US-Open, keiner schaffte da mehr. Er führte 286 Wochen die Spitze des ATP-Rankings an, konnte sechsmal in Folge die Saison als Nummer 1 beenden. Zahlen, die beeindrucken und seinen Status als vielleicht bester Spieler aller Zeiten festigen. Bemerkenswert: Er spielte seine gesamte Karriere mit dem gleichen Racket: Dem Wilson ProStaff 6.0.

Jimmy Connors | © Nationaal Archief Fotocollectie Anefo | CC BY-SA 3.0 | via Wikipedia
Jimmy Connors | © Nationaal Archief Fotocollectie Anefo | CC BY-SA 3.0 | via Wikipedia

Der Rekordsieger – Jimmy Connors

Keiner gewann mehr Einzeltitel (109), keiner mehr Spiele (1.222), keiner war länger in den Top 10 (16 Jahre).

John McEnroe | © Nationaal Archief Fotocollectie Anefo | CC BY-SA 3.0 | via Wikipedia
John McEnroe | © Nationaal Archief Fotocollectie Anefo | CC BY-SA 3.0 | via Wikipedia

Die Grätzn – John McEnroe

Neben seinen bekannten Wutausbrüchen, war McEnroe auch 170 Wochen auf Platz 1 und dominierte die frühen 80er.

Boris Becker | © KTC (own work) | CC BY-SA 3.0 | via Wikimedia Commons
Boris Becker | © KTC (own work) | CC BY-SA 3.0 | via Wikimedia Commons

Das Wunderkind – Boris Becker

Mit 17 Wimbledon gewonnen, siegte der Deutsche – ja durchaus an Eskapaden reich – auch in New York und Melbourne.

Goran Ivanisevic | © David Wilmot | Flickr | CC BY 2.0
Goran Ivanisevic | © David Wilmot | Flickr | CC BY 2.0

König Ass – Goran Ivanisevic

1477 Asse in einer Saison sind Rekord. Nicht umsonst gilt der streitbare Kroate als bester Aufschläger aller Zeiten.

Ivan Lendl | © Nationaal Archief Fotocollectie Anefo | CC BY-SA 3.0 | via Wikipedia
Ivan Lendl | © Nationaal Archief Fotocollectie Anefo | CC BY-SA 3.0 | via Wikipedia

Der Schreckliche – Ivan Lendl

Der Tscheche und spätere Amerikaner war 270 Wochen an der Weltspitze und gewann 94 Turnier, 8 Grand Slams.

Björn Borg | © Nationaal Archief Fotocollectie Anefo | CC BY-SA 3.0 | via Wikipedia
Björn Borg | © Nationaal Archief Fotocollectie Anefo | CC BY-SA 3.0 | via Wikipedia

Die Stil-Ikone – Björn Borg

Dem Schweden gilt der allergrößte Verdienst, löste er doch einen wahren Boom aus und machte Tennis zum Breitensport.

Andre Agassi | © Shinya Suzuki | Flickr | CC BY 2.0
Andre Agassi | © Shinya Suzuki | Flickr | CC BY 2.0

Der Rebell – Andre Agassi

Obwohl er wegen der strengen Kleiderordnung drei Jahre auf Wimbledon verzichtete, gewann er alle Grand Slams.

Roger Federer | © Justin Smith | Flickr | CC BY-SA 2.0
Roger Federer | © Justin Smith | Flickr | CC BY-SA 2.0

King Roger – Roger Federer

Bereits jetzt eine Legende und Multi-Rekordler: War 302 Wochen die Nummer 1 und verdiente über 90 Millionen US-$.

Rafael Nadal | © Jan Caradec | Flickr | CC BY-SA 2.0
Rafael Nadal | © Jan Caradec | Flickr | CC BY-SA 2.0

Der Sandmann – Rafael Nadal

Siegte 9 Mal in Paris, keiner gewann öfter ein Grand-Slam-Turnier. Außerdem einer der wenigen Olympiasieger.

All Time Top Five – Damen, die das Spiel veränderten

Martina, die Göttliche

Galionsfiguren. Seit Einführung des WTA-Rankings waren 21 Spielerinnen in der Top-Position. Alle waren gut. Aber nur manche veränderten ihren Sport nachhaltig.

Martina, die Göttliche |  © Marianne Bevis; CC BY-ND 2.0
Martina, die Göttliche | © Marianne Bevis; CC BY-ND 2.0

Martina Navrátilová

Auch wenn Rekorde nicht alles sind – die Tschechin und spätere Amerikanerin hat sie fast alle. 167 Turniersiege im Einzel, 177 im Doppel. Sie spielte 380 Einzelturniere, gewann dabei 1.438 Matches. 74 Spiele hat sie einmal in Folge nicht verloren. Sie schaffte 1983, 1984, 1986 und 1990 das einzigartige Kunststück, das Turnier in Wimbledon ohne Satzverlust zu gewinnen. Hier war sie auch 9 Mal hintereinander im Finale, 12 Mal insgesamt.
Höher einzuschätzen ist nur noch ihr Outing. Als erste bekannte Sportlerin stand sie 1980 zu ihrer Homosexualität. Im Vorjahr heiratete sie – nachdem sie von 2000 bis 2006 ein Comeback auf dem Court gab – ihre Lebensgefährtin.
Auf Twitter auch heute noch höchst aktiv: @Martina.

 

Steffi Graf
Steffi Graf, 2009 | © Chris Eason /Wikipedia, CC BY 2.0

Die Goldene – Steffi Graf

Den Golden Slam – Grand Slam plus Olympische Spiele – hat nur sie erreicht. 377 Wochen Nummer 1 sind Rekord.

 

Billie Jean King | © Mitchell Weinstock; CC BY-ND 2.0
Billie Jean King | © Mitchell Weinstock; CC BY-ND 2.0

Die Urahnin – Billie Jean King

Die erste Profispielerin und Mitbegründerin der WTA siegte bei allen Grand Slams und holte dabei insgesamt 12 Titel.
Seit 2009 ist King als @BillieJeanKing auch auf Twitter vertreten.

 

2004 in Camp David: US-Präsident George Bush beim Doppel mit Chris Evert – gegen David Bates und Tut Bartzen | © George Bush Presidential Library
2004 in Camp David: US-Präsident George Bush beim Doppel mit Chris Evert – gegen David Bates und Tut Bartzen | © George Bush Presidential Library

Die Sandplatzkönigin – Chris Evert

Die 7-fache Paris-Siegerin hat die höchste Siegquote (90%) aller Zeiten und war 52 Mal in einem Grand-Slam-Semifinale.
Updates auf Twitter: @ChrissieEvert.

 

Serena Williams | © Wikimedia CC BY 2.0
Serena Williams | © Wikimedia CC BY 2.0

Die Kräftige – Serena Williams

Auf dem Weg zum Grand-Slam-Rekord und bisher rund 70 Millionen US-$ verdient. Alltag für die jüngere Williams-Schwester.
Dranbleiben via @SerenaWilliams.

Tennissocken. Eine Stil-Frage

Alles eine Frage des Stils: Tennissocken

Tennissocken. Auf dem Court sind sie notwendig und sehen gut aus. Überall anders nicht, meint Dominik Oswald.

„Wozu Socken? Sie schaffen nur Löcher.“ – Albert Einstein, Physiker

 

Baumwolle, Polyester, ein kleines Bisschen Elasthan und Elastoiene. Fertig ist die moderne Tennissocke. Gerne und vor allem in Wimbledon in Weiß, ganz der Farbe des Sports verpflichtet. Der Sport trägt ja weiß, damit man die unschicklichen Schweißflecken nicht sieht, deshalb sind konsequenterweise auch die Socken weiß. Gerne mit eingenähtem Logo.

Eine Socke für die Gesundheit

Streifen, Haken, aber auch Krokodile finden sich da. Tennissocken sind effektive Kämpfer gegen Schweiß, sind dabei notgedrungen ziemlich saugfähig, stablisieren Fußgelenke, bewahren den Träger vor Verletzungen, Überlastungen und Blasen. Leichte Polsterungen an Fersen und Zehen sind auch nicht verkehrt. Ja, Tennissocken sind wahre technische Wunder. Am Court sind sie auch stylisches Must-Have.

Tennissocken fürs Büro

Abseits des natürlichen Habitats kann das schon einmal ganz anders aussehen. Tennissocken werden im Alltag getragen, sogar im Büro, wovon übrigens jeder halbwegs vernünftige Stil-Coach abraten wird. Eingebrockt haben uns das – wie so oft – die 80er Jahre, auch nicht gerade als Jahrzehnt des einwandfreien Geschmacks bekannt. Die gerade erst erfundenen Yuppies trugen die weißen Fußkleider zu Loafers und Halbschuhen, amerikanisierte Hip-Hopper in ihren Sneakers. Das geht ja gerade noch.

Kult oder Unart? Sandalen in Socken

Heute findet man die weißen Baumwollstrümpfe im Alltag vor allem in einer Kombination: Die müffelnden Zehenumschmeichler sind oft verdammt in den ewigen Fängen stilloser Trekking- oder sonstiger Sandalen. Weiter oben gibt es dazu bierbäuchige Körper in frischem Sonnenbrandkrebsrot, einzig die Nasenspitze ist voll mit Sonnencreme. Klischees sind besonders lustig, wenn sie wahr sind. Tennissocken in Sandalen sind seit Ewigkeiten die Nummer 1 im No-Go-Ranking, auch wenn die Kombination des Grauens noch so oft auf den Laufstegen und Zeitschriften des schlechten Geschmacks als „Kult“ verkauft wird.

Tennissocken beim ersten Date

Auch seriöse Dating-Sites – sofern es solche gibt – sind sich uneinig, ob man damit zum ersten Date gehen kann. Eher nicht, besser auch nicht zum zehnten. Selbst wenn man – und das ist durchaus anzuzweifeln – die ersten Dates trotz Todeskombo am unteren Ende des Fortbewegungsapparates überstanden hat und die Angebetete sich nicht auf die – ha! – Socken gemacht hat, droht der nächste Faux-Pas. Denn Socken gehören auf keinen Fall mit ins Bett.

Socken für den Court – aber bitte nur dort!

Die Entscheidungsfindung vor dem Sockenfach sollte also nicht allzu schwer sein. Der Griff zu den weißen, dicken Socken lohnt sich nur, wenn danach Sport am Programm steht und wirklich nur dann. Für alles andere gibt es deutlich bessere Alternativen. Dünn, schwarz, auch bunt. Und wenn es schon Sandalen sein müssen – dann bitte auch ohne.

Kleiner Tipp zum Abschluss: Sollten ihre weiße Tennissocken einmal in der Waschmaschine verloren gehen, bitte nicht danach suchen. Ihre Waschmaschine will Ihnen etwas mitteilen.

Erste Bank Open: erstmals 500-Turnier

Mike Bryan/USA u. Steve Johnson/USA - Jamie Murray/GBR u. John Peers/AUS (Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle); Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer, 19.10.2015

Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung Ÿber die Erste Bank Open 2015

Das größte Turnier in der Wiener Tennisgeschichte ist bereits im Gange – das Erste Bank Open findet von 17. bis 25. Oktober in der Wiener Stadthalle statt.

Der Bewerb wird schon seit über 40 Jahren in Wien ausgetragen, bisher jedoch immer als 250-Turnier. Das bedeutet, dass dem Gewinner 250 Punkte auf der Weltrangliste gutgeschrieben werden. Wenig im Vergleich zu den 1.000 Punkten, welche die Sieger bei den internationalen Top-Tennis-Turnieren erhalten. Dementsprechend waren bis jetzt nur selten Sportler der Tennis-Spitze in Wien zu sehen.

Coup in der Wiener Stadthalle

2015 wurde das Erste Bank Open zu einem 500-Turnier aufgewertet – als eines von insgesamt dreizehn Turnieren dieser Klasse weltweit. Die Preisgelder haben sich seit dem Vorjahr verdoppelt, und die Chance auf Spitzenspieler ist ebenfalls gestiegen. Novak Djokovic wird 2015 zwar nicht am Court antreten. Die Aufwertung des Turniers passierte erst als viele der Top-Spieler ihre Terminpläne für den Herbst längst abgeschlossen hatten. Für 2016 ist Organisator Herwig Straka allerdings zuversichtlich. „Nächstes Jahr können wir dann vielleicht schon im März einen Djokovic oder Nadal präsentieren“, zitiert ihn das Magazin News. Logischer nächster Schritt wäre ein 1.000-Turnier in Wien. Momentan fehlt dafür aber sowohl das nötige Budget, als auch  ein Austragungsort, der groß genug wäre.

Alle Mitglieder des ÖTV erhalten im Rahmen des am Mittwoch den 21. Oktober stattfindenden ÖTV-Days einen Eintrittsrabatt für das Erste Bank Open. Am Sonntag den 25. Oktober wird das Finalspiel ausgetragen.

College-Tennis für Nachwuchssportler

Volle Tennis-Hallen in den USA

An amerikanischen Universitäten ist es schon seit vielen Jahren üblich, ein Programm für sportbegeisterte Studenten anzubieten – beispielsweise als Einstiegsmöglichkeit in den Profitennisbereich.

Mit der Unterstützung des Österreichischen Tennis-Verbands (ÖTV) wird es seit einiger Zeit auch jungen Tennistalenten aus Österreich möglich gemacht, Sport und Studium zu verbinden. Als österreichischer Nachwuchsspieler mit Ambitionen im Tennissport kann man nun einen Studienplatz an einer amerikanischen Universität bekommen – der ÖTV dient hierbei als Vermittler. Wenn sportliche und schulische Leistungen den Vorstellungen der College-Coaches entsprechen, stehen die Chancen gut, seine Sportbegeisterung im College-Tennis unter Beweis stellen zu dürfen. Vorraussetzungen sind unter anderem eine abgeschlossene Matura, ein SAT-Test-Score, ein TOEFL-Test-Score, und die bisherigen sportlichen Erfolge. Nach Ausbildung und Erfolgen im College-Tennis ist der Sprung zum Profitennis nicht mehr weit.

Von Wien nach Luiseville

Der Wiener Sebastian Stiefelmeyer hat sich voll und ganz dem College-Tennis verschrieben. Seine Tenniskarriere startete der 23-Jährige beim Wiener Athletiksportclub. Im Rahmen seines Studiums an der University of Luiseville hat er als bisher einziger Österreicher so große Erfolge in der amerikanischen College-Rangliste erzielt.

Nähere Informationen zum College-Tennis finden sich auf der Website des ÖTV.

10 Gründe, warum Tennis gesund ist

Woman in tennis practice

 

Gute Gründe, Tennis zu spielen …

01 Vielfalt
Tennis beansprucht sämtliche sportmotorische Aspekte: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit werden trainiert. Tennis stellt so für den Stoffwechsel und den Bewegungsapparat die optimale Bewegungsform dar.

02 Knochen
Die relativ harten und teils abrupten Stöße beim Aufsetzen des Fersenbeins fördern die Knochendichte im ganzen Körper erheblich und haben positiven Einfluss auf die Knochenmasse. Das schützt vor Osteoporose, der häufigsten Knochenkrankheit im hohen Alter.

03 Geringes Verletzungsrisiko
Da Tennis keine Kontaktsportart ist, kommt es wesentlich seltener zu Prellungen und anderen Verletzungen, die bei Zusammenstößen mit Gegnern passieren.

04 Herz-Kreislauf
Laut einer US-Studie haben Tennis-Cracks einen geringen Körperfettanteil, ein größeres Herzvolumen und sind insgesamt fitter. Eine Langzeitstudie zeigte, dass regelmäßiges Tennisspielen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 41% senkt.

05 Muskelgruppen
Tennis beansprucht sämtliche Muskelgruppen. Insbesondere Arm-, Oberschenkel- und Wadenmuskulatur, aber auch Bauch-, Schulter-, Rücken- und Gesäßmuskulatur werden durch die vielen unterschiedlichen Bewegungsmuster trainiert.

06 Koordination
Das Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur wird durch vielfältige Beanspruchungen geschult. Die Abhängigkeit von Entscheidungen des Gegners benötigt Umstellungs-, Reaktions- und Orientierungs- und Gleichgewichtsfähigkeit.

07 Altersunabhängig
Tennis kann man bei entsprechender Gesundheit und gutem Kreislauf bis ins hohe Alter spielen. Erfolg im Einzel und vor allem in der Gruppe gibt das Gefühl, mitten im Leben zu stehen und sorgt für Optimismus und Vitalität.

08 Kalorienverbrauch
Abhängig von der Intensität des Spiels sowie dem Alter, dem Gewicht und dem Stoffwechsel des Spielers lassen sich bis zu 1.000 Kalorien pro gespielter Stunde verbrennen. Das entspricht etwa einem Wiener Schnitzel mit Pommes.

09 Ganzjahressport

Tennis kann man zu jeder Jahreszeit spielen, in ganz Österreich gibt es zahlreiche Hallen und Outdoorplätze. Bewegungsabläufe müssen nicht jährlich zu Frühlingsbeginn neu eingeübt werden.

10 Freizeitsport
Tennis funktioniert auch gut ohne Wettkampfgedanken. Vor allem für ungeübte Spieler ist es angenehmer, ohne Games und Sätze zu spielen. Den Ball nur im Spiel zu halten, nimmt Unerfahrenen viel Druck weg.