Die ITF-Jugendturniere in Österreich

Die ITF-Jugendturniere sind in fünf Kategorien unterteilt, durch der Hochwertigkeit dieser Turniere ist garantiert, dass damit die weltweit besten u18-SpielerInnen der Welt nach Österreich kommen und den heimischen Top-SpielernInnen damit die Möglichkeit bieten, sich mit ihnen zu messen. Da der Österreichische Tennisverband eines der Gründungsmitglieder der ITF (International Tennis Federation) ist, verfügt der ÖTV über die Lizenzen dieser Turniere kann sie somit auch an österreichische Turnierveranstalter vergeben.

Die ITF-Jugendturniere

Mittlerweile um die 300 Turniere im Jahr umfasst der ITF Junior Circuit, eine Serie für die Altersklasse U18, die weltweit in mehr als hundert Ländern ausgetragen werden.

NachwuchsspielerInnen werden hier an ein professionelles Niveau herangeführt, gleichzeitig bieten die Turniere ihnen bessere Einstiegsmöglichkeiten in den Erwachsenenbereich. Auf Basis dieser Turniere wird auch die Weltrangliste der JuniorenInnen erstellt. Den Top Ten-SpielerInnen wird darüber hinaus am Ende der Saison die Möglichkeit geboten, im darauffolgenden Jahr bei drei Future-Turnieren der Pro-Tour (ITF Pro Circuit) im Hauptbewerb an den Start zu gehen. Viele spätere Top-Stars, unter anderem Ivan Lendl, Hana Mandlikova, Pat Cash, Stefan Edberg, Gabriela Sabatini oder Roger Federer, habe ihre ersten Schritte auf der Junioren-Tour in Richtung Profitennis gemacht.

Ursprung der ITF Future- Series

Schon 1976 wurden erstmals drei kleinere Turnierserien in Europa und Nordamerika veranstaltet, um aufstrebenden Talenten die Chance zu geben, abseits der großen Turniere Erfahrungen im Profitennis zu sammeln. Diese sogenannten Circuits bestanden aus mindestens fünf Turnieren und schütteten zusammen 45.000 US-Dollar Preisgeld aus. Zwischen 1990 und 2006 wurden die Turniere als Satellite Circuit ausgetragen, 1997 bestand die Serie aus schon109 Turnieren mit einem Gesamtpreisgeld von 3,15 Millionen US-Dollar. Ab 1998 wurden die eigentlichen Future-Turniere ausgespielt, welche nach und nach die Satellites ersetzten.

ITF Future-Series

In Österreich wurden 2015 sechzehn Turniere in der ITF Future Series ausgetragen. Viele Spieler nutzen diese Möglichkeit, um sich im eigenen Land auf den Einstieg auf die ATP- und WTA-Tour vorzubereiten.

Die Tennis-Turnierserie für Herren wird von der International Tennis Federation (ITF) als Hauptverband organisiert. Ligatechnisch unterhalb der Turniere von ATP World Tour und ATP Challenger Tour angesiedelt, sind die Wettbewerbe der Future-Tour die niedrigste Kategorie im Profi-Tennissport. In erster Linie dienen diese Turniere vor allem dazu, jungen einheimischen Profis den Einstieg in die ATP- und WTA-Tour zu erleichtern. Aus diesem Grund unterstützt der ÖTV diese Turniere aktiv: In Österreich fanden 2015 insgesamt 16 Future-Turniere statt, bei denen Jahr für Jahr Spieler aus der ganzen Welt an den Start gehen und oft über eine Zeitspanne von acht Wochen in Österreich verbleiben und den heimischen Spielern somit gute, abwechslungsreiche Trainings- und Sparringmöglichkeiten bieten.

Alle Termine der ITF Future Series gibt es hier.

Die Österreichischen Jugendmeisterschaften 2016

Für den Simacek ÖTV Jugend Circuit wird es eine eigen Wertung geben, welche mit einem Masters (Kat. I) gekrönt wird. Für die Wertung zählen insgesamt 8 Turniere, teilnahmeberechtigt am Masters sind in jeder Altersklasse die 8 Bestplatzierten der Circuit-Punktewertung am Stichtag 01.09.2016. Als weitere Masters-Voraussetzung gilt die Teilnahme an mindestens 2 Turnieren des ÖTV-Jugend-Circuits. Die Setzung erfolgt nach der jeweils gültigen ÖTV-Jugendrangliste.
2016 werden auch die Österreichischen Jugendmeisterschaften Freiluft der Altersklassen u12, u14 und u16, die ebenfalls zum Circuit zählen, erstmals als ein 1-Wochen-Event durchgeführt. In dieser Woche trifft sich also die gesamte junge Tennis-Elite von Österreich an einem Ort. Es ist dies ein idealer Treffpunkt für Trainer, Funktionäre, Sponsoren, Eltern und Spieler.

Der neue Simancek ÖTV Jugend Circuit

Jugendliche Turnierspieler werden begeistert sein, denn ein Teil der neuen Reform im Jugendturnierwesen ist die Einführung eines neuen ÖTV „Jugend Circuits“.

Ab sofort werden die hochwertigsten Jugendturniere (Kat.I und Kat.II) im neuen Simancek ÖTV Jugend Circuit zusammengefasst. Dieser Circuit besteht aus drei Indoor- und drei Outdoor-Turnieren der Kat. II in den Altersklassen U12 – U16 und den ÖTV-Hallenmeisterschaften und den ÖTV-Freiluftmeisterschaften in diesen Altersklassen.

Ziel ist es, eine neue Qualität in die hochwertigsten Jugendturniere zu bringen. Es wird eine eigene Homepage, eine Facebook-Seite, ein Circuit-Programmheft, Info-Abende für Eltern, lustige Players-Partys und tolle Preise geben.

Das Race to Masters ist entschieden

Mehr als 1100 Nennungen gab es für die Zischka ÖTV Seniors Trophy 2015, das Turnier blieb auch beim abschließenden Masters in der Erfolgsspur: In Einzel und Doppel gab es nicht weniger als 115 Nennungen, gespielt wurde im kroatischen Urlaubsort Porec.

Die Top 8 des Race to Masters  kämpften bei herrlichem Tenniswetter in zehn  Altersklassen um die Titel dieses Kat-I-Turnieres.  Zu den tollen Leistungen passte der perfekte Rahmen: Das ausgezeichnete Hotel  Valamar Diamant in Porec/Istrien als eines der besten Tenniscamps des Titelsponsors und Gesamtkoordinators Hannes Zischka, bot den Teilnehmern sowie den vielen Begleitpersonen und Zusehern hervorragende  Bedingungen.

Die Sieger der einzelnen Klassen:

EINZEL/Herren:
35/40: Jürgen Florian
45: Alexander Pfann
50: Herbert Krippner
55: Herbert Riederer
60: Harald Hellmonseder
65: Helmut Obermair
70: Edmund Seliger
75: Franz Gehbauer
EINZEL /Damen:
55: Silvia Reigl
60: Elisabeth Ötsch

DOPPEL/Damen:
35: Renate Haubner/Elisabeth Ötsch
DOPPEL/Herren:
35: Jürgen Florian + Stefano Cotugno
45: Michael Bräuer + Robert Apollonio
50: Michael Sulzbacher + Ewald Krampl
60: Helmut Köck + Harald Hellmonseder
65: Helmut Lukas + Alfred Tesar

 

Tennis-Festspiele in Anif

In Anif, einer Gemeinde im Salzburger Land, fand im Juli 2015 das neunte Turnier des Generali ITN Cups statt –  und war restlos ausverkauft. Der Cup gilt als die größte Breitensport-Turnierserie Österreichs.

Zeitgleich mit der letzten Vorstellung des „Jedermanns“ im Rahmen der Salzburger Festspiele traten in Anif rund 75 Tennisspieler und -spielerinnen mit einem ITN zwischen 4,0 und 10,0 gegeneinander an.

Besonders für die Tennis-Festspiele: erstmals betritt eine Spielerin, die bereits vier Grand-Slam-Turniere gewonnen hat, einen Court im Gasteinertal – die Australierin Samantha Stosur.

„Es macht mich schon stolz, dass eine Ausnahmeathletin wie Sam Stosur heuer bei den Nürnberger Gastein Ladies spielt. Das ist auch eine Anerkennung für die engagierte Arbeit, die in den vergangenen neun Jahren hier für das WTA-Turnier im Gasteinertal geleistet worden ist.“, so Turnierdirektorin Sandra Reichel.

Siegreich in den ITN-Kategorien

Im Rahmen der Tennis-Festspiele in Anif, wurden Bewebe in sieben Spielstärke-Kategorien ausgetragen. In der ITN-Kategorie 4,0 bis 4,6 gab es großes Tennis mit vielen engen Matches zu sehen, siegreich war der Tiroler Josef Kurz.

Die ITN-Kategorie 4,7 bis 5,3 konnte Florian Ditzer aus Niederösterreich für sich entscheiden; in der  Kategorie 5,4 bis 6,0 hatte Rene Subhieh Erfolg.

Außerdem siegreich waren die Salzburger Damir Sokic und Christina Geib, der Oberösterreicher Roland Krauk und Matthias Bürgstein aus der Steiermark.

 

 

Angelique Kerber fährt zur WM

Dank der Auftaktniederlage von Lucie Safarova beim WTA-Turnier in Moskau hat sich Angelique Kerber für die WTA Finals in Singapur qualifiziert. Der deutschen Nummer eins ist ihr Startplatz beim Saisonfinale der acht besten Spielerinnen des Jahres nun nicht mehr zu nehmen. Lucie Safarova schied beim WTA-Premier-Turnier in Moskau im Achtelfinale aus, Kerber kann somit nur noch von maximal zwei Spielerinnen überholt werden. Safarova verlor ausgerechnet gegen ihre gute Freundin Anastasia Pavlyuchenkova mit 1:6, 7:6 (2), 3:6 und muss nun selbst kräftig um ihr WM-Ticket zittern. Die Tschechin musste nach den US Open wegen einer bakteriellen Infektion ins Krankenhaus und ist daher noch weit von ihrer starken Vorjahresform entfernt.

Zum dritten mal bei den WTA Finals

Kerber: „Ich bin sehr glücklich, dass ich mich erneut für die WTA Finals qualifiziert habe. Nachdem ich letztes Jahr Ersatzspielerin war, freue ich mich, dass ich zurück auf dem Platz bin und gegen die besten Spielerinnen in der Welt konkurriere. Ich hatte eine tolle Saison und habe mich selbst gepusht, um mich für Singapur zu qualifizieren – vor allem als das Event näher rückte“. Die 27 jährige Kielerin gewann dieses Jahr vier Turniere und verpasste in Hongkong nur knapp ihren fünften Saisontitel. Kerber ist zum dritten Mal für die WTA Finals qualifiziert. In den Jahren 2012 und 2013 war sie in Istanbul dabei, scheiterte aber jeweils schon in der Gruppenphase.

Thiem scheitert in Wien

Im Achtelfinale scheitert der Niederösterreicher an Jerzy Janowicz

Sein erstes Match beim ATP-500-Heim-Turnier haben sich sowohl der Weltranglisten-19. Dominic Thiem als auch die Veranstalter vermutlich anders vorgestellt. Wie im Vorjahr verlor Thiem am Dienstag gleich in der ersten Runde des Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle. Der als Nummer 5 gesetzte Niederösterreicher ging nach 2:01 Stunden gegen Jerzy Janowicz (POL) mit einer 6:2,6:7(5),4:6-Niederlage vom Platz.

Vor 6.000 Zuschauer führte Thiem vorerst gegen den Polen mit 6:2,2:2, sein Gegner erstarkte aber in der Folge, während Thiem nicht mehr sein bestes Tennis zeigen konnte. Somit ist nach dem Aus von Gerald Melzer, Dennis Novak und Lucas Miedler am Vortag unerwartet auch der vierte Lokalmatador gescheitert.

Der erste Satz war gut

Der Lichtenwörther analysiert: „Es war ganz knapp, vor allem im zweiten Satz. Der erste Satz ist, glaube ich, ein bisschen zu leicht gelaufen, da hat er mir das erste Break geschenkt und dann hat er es selbst ein bisschen durchlaufen lassen“. Im zweiten Satz, in dem er einen Satzball zum 2:6 abwehrte, sei er jedoch gut zurückgekommen. „Dann ist das Tiebreak ziemlich krumm gelaufen und da hat er sehr gute Punkte gespielt. Im dritten Satz habe ich vielleicht einfach ein bisschen zu sehr noch über das Tiebreak nachgegrübelt und gleich im ersten Game ein Break gekriegt“, sagte Österreichs Nummer eins.

Den ersten Satz hat Thiem in nur 25 Minuten dominiert. Im zweiten ging es bis zum 2:2 noch ähnlich weiter, ehe Thiem zum 2:4 den Aufschlag abgeben musste. Auch im zweiten Durchgang konnte sich Janowicz weiter steigern, war auch beim Aufschlag besser. Bei 2:5 und eigenem Aufschlag wehrte der Weltranglisten-19. noch einen Satzball ab und rettete sich in der Folge sogar ins Tiebreak, in welchem sich aber doch der ehemalige Wimbledon-Semifinalist Janowicz durchsetzen konnte.

Schlechter Start in den dritten Satz

Gleich im Auftaktgame musste Thiem seinen Aufschlag abgeben, auch Janowicz wankte in der Folge nicht mehr wirklich. Es sei kein schlechtes Match gewesen, so Thiem, doch das mit einem „sehr blöden Fehler“ hergegebene Tiebreak hätte er einfach „besser wegstecken“ müssen. „Es ist extrem bitter, dass wieder in der ersten Runde Schluss war“, zeigte sich Thiem natürlich sehr enttäuscht über das neuerliche Auftakt-Aus in der Stadthalle.