Konditionstraining mit kombiniertem Schlagtraining in den Sessions 4 und 5

In der vierten und fünften Session stellen wir die körperliche Fitness in den Vordergrund. Die technischen Grundlagen hierfür wurden in den ersten 3 Tagen gelegt, so dass wir jetzt spezifischer und detaillierter trainieren können. Die Fitness ist beim Sandplatztennis oftmals ein entscheidender Faktor, hierfür bieten sich Konditionsübungen mit kombiniertem Schlagtraining an. Hauptziel ist es hier, die Ausdauer zu steigern und die Beine schneller zu machen, daher sollten Vormittags Laufübungen das Training bestimmen.

Session 3 – Teil 2: Aufschlag

Für den Nachmittag unserer dritten Session nehmen wir uns den Aufschlag vor. Bei vier Spielern bietet sich hier auch eine Kombination aus Aufschlag und Return-Spiel an. Bei den Aufschlägen sollte, nach kurzer Eingewöhnungsphase an die äußeren Bedingungen, mit Zielfeldern gearbeitet werden. Das Aufschlagtraining sollte die komplette Nachmittags-Session einnehmen, damit hier genügend Zeit bleibt, um sich an die Bedingungen zu gewöhnen. Auch für die Return-Spieler ist es eine enorme Umstellung, da zum Beispiel der Kick-Aufschlag wesentlich aggressiver wegspringt als in der Halle.

Session 3 – Teil 1: Volley

by Kurier

Für die dritte Session stehen der Aufschlag und der Volley auf dem Trainingsplan. Zu beachten ist hierbei, dass diese beiden Schläge nicht einzeln, sondern immer in Kombination mit Vor- und Rückhand ausgeführt werden. Starten Sie in der Vormittags-Session mit ersten Volley-Übungen. Hier bieten sich dann simple Übungen aus dem Korb an, wie zum Beispiel:

Startposition ist an der Grundlinie, danach Vorhand – Rückhand – Angriffsball, im Wechsel zu Vorhand – Vorhand-Volley – Rückhand-Volley – Schmetterball. Die Übung lässt sich in der Ausführung und in der Anzahl der Schläge beliebig abändern.

Session 1 und 2 – Finde deinen Rhythmus und dein Timing

Roger Federer | © Justin Smith | Flickr | CC BY-SA 2.0

In der 1. und 2. Session der Saisonvorbereitung sollte das Rhythmus-Training im Vordergrund stehen. Spiele in der Vormittags-Einheit nur Grundlinien-Variationen: Zum Beispiel jeweils eine halbe Stunde Vorhand-Cross und Longline und dann wieder jeweils eine halbe Stunde Rückhand-Cross und Longline. Legen Sie den Fokus auf „Sicherheitstennis“, also zunächst wenig Geschwindigkeit und Risiko bei den Schlägen. Das Ziel hierbei ist es, zunächst das richtige Gespür für das Timing auf dem Sandplatz zu bekommen.

Die Nachmittags-Einheit kann dann mit leichtem Korbtraining durchgeführt werden. Auch hier liegt der Fokus wieder auf dem Finden des Timings und des Rhythmus. Achten Sie darauf, dass die Durchgänge nicht zu laufintensiv werden. Im Rahmen des Korbtrainings kann mit den Übungen variiert werden.

Von der Halle auf den Sandplatz

Meist bringt der Übergang von der Halle zum Sandplatztennis Probleme mit sich. Zunächst muss man sich an die äußeren Bedingungen gewöhnen – es ist windig, die Sonne blendet und der Blick auf den freien Himmel nach Monaten des Hallendachs ist für viele ungewohnt. Neben den äußeren Bedingungen kommen dann noch die spielerischen und körperlichen Anforderungen hinzu: Der Sandplatz ist im Vergleich zum Hallenboden extrem langsam, der Ball kommt nicht auf einen zu, sondern es muss ein Schritt hin zum Ball gemacht werden, die Ballwechsel werden länger und sind körperlich anstrengender. An diese Bedingungen können sich auch erfahrene Spieler nicht von heute auf morgen gewöhnen.

Trainingsprogramm für Erfolg und Gesundheit

Obwohl viele Outdoor-Tennisanlagen erst weit nach Ostern öffnen und der Winter hierzulande noch gar nicht begonnen hat, kann und sollte man sich schon jetzt Gedanken um einen optimalen Start in die Sommersaison machen. Viele berufstätige Menschen haben heutzutage aber gar nicht mehr die Zeit um monatelang auf das Opening hinzuarbeiten und müssen daher auf eine kurze aber intensive Vorbereitungszeit setzen. Das richtige Trainingsprogramm ist daher entscheidend für den Erfolg, auch in Hinblick auf die eigene Gesundheit!

Cardio Tennis in Österreich

Viele Menschen die Cardio-Tennis ausprobiert haben, sind begeistert und bleiben oft dabei, einige entscheiden sich nach den ersten Stunden auch dafür, zusätzlich konventionelle Tennisstunden zu nehmen. Trotzdem wird es in Österreich noch bei weitem nicht flächendeckend angeboten, oft weil die laute Musik von anderen Nutzern des Platzes als störend empfunden werden könnten. Grundsätzlich könnte man sich hier schon arrangieren, zum Beispiel könnte man Cardio Tennis eher vormittags anbieten, Zeiten, an denen „normale“ Tennisspieler die Courts eher nicht oder nur selten frequentieren.

Cardio Tennis – Eine amerikanische Erfindung

So wie die meisten Trendsportarten kommt auch Cardio-Tennis aus den USA, in Österreich ist es noch nicht wirklich etabliert. Das wollen Tennisvereine nun ändern und Cardio-Tennis in ihre Tennisklubs integrieren. Begonnen haben sie damit in Niederösterreich, wo Martin Florian Generalsekretär des Tennisverbandes ist. „Wir haben alle Vereinsvertreter im Land zu einer Fortbildung eingeladen, damit sie sich das einmal ansehen können“, berichtet Martin Florian. Derartige Einladungen soll es nun jedes Jahr geben.

Training in der Gruppe

Trainieren in der Gruppe hat überwiegend positive Seiten: es macht sehr viel mehr Spaß, sich gemeinsam zu motivieren und zu überwinden, andererseits kann man sich auch ein wenig hinter den Mitspielern verstecken. Es fällt in der Gruppe nicht so auf, ob die Übungen besonders schnell oder besonders langsam gemacht werden, aber es hat trotzdem jeder den Ehrgeiz, ordentlich mitzumachen. Es gibt kaum Fälle das jemand aufgibt. In der Regel dauert eine Einheit 75 Minuten. Begonnen wird mit dem Aufwärmen, gefolgt vom Cardio-Workout mit Ausdauer- und Intervalleinheiten und der Cool-Down-Phase. Die Herzfrequenz wird also am Anfang langsam gesteigert und am Ende wieder in Richtung Ruhepuls geführt. Nach jedem Teilbereich wird sie gemessen, für jeden Teilnehmer notiert und am Ende eines Zehnerblocks grafisch ausgewertet.

Training ohne Gruppenzwang

Niemand muss bei Cardio Tennis Skrupel haben, sich von anderen überholen zu lassen – auch wenn das zu Beginn wegen Dynamiken innerhalb der Gruppe sehr schwierig ist, weil eben niemand gerne aus der Reihe tanzt. Diesen Gruppenzwang, kann man nur sehr schwer ablegen, manche Spieler übertreiben es auch. Die Tennistrainer wissen sich aber zu helfen, wenn sie sehen, dass jemand dringend eine Pause braucht; sie können das Tempo über das Zuspiel steuern. Der Ball muss ja nicht sofort gespielt, der Trainer kann ein wenig warten oder den Ball einfach langsamer zuspielen.