Eine kurze Geschichte des ÖTV – 1912 bis 1944

Bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm erkämpften Dr. Arthur Zborzil (WAC) und der Prager Dr. Felix Pipes Silber im Doppel. Nichtsdestotrotz hatte Tennis in der ersten Republik nach 1918 im österreichischen Sportgeschehen nur geringe Bedeutung. Vor 1930 verstärkten sich die internationalen Informationen, besonders aus Wimbledon oder von den Davis Cup-Erfolgen der Amerikaner und Franzosen.

In Österreich war Franz W. Matejka, der spätere ÖTV-Präsident, absolute Nummer 1. Sechsmal holte er von 1926 bis 1934 den Meistertitel. Die Spitze wurde Anfang der Dreißigerjahre verstärkt: mit Adam Bawarowski und Georg von Metaxa. Ab 1935 kam der damals 20-jährige Hans Redl dazu. Eine Rangliste des ÖTV aus dem Jahr 1937 zeigt Bawarowski und Metaxa vor Redl, Matejka und Kinzel. Nach dem Anschluss an Nazi-Deutschland im März 1938 musste Bawarowski nach Polen fliehen, Redl und Metaxa standen im großdeutschen Davis Cup-Team, das 38 die Europazone gewann, aber gegen die USA chancenlos war. In der damaligen Ostmar“ war Tennis unbedeutend. Metaxa kam 1944 bei einem Bombenangriff ums Leben, Bawarowski gilt als vermisst.