Eine kurze Geschichte des ÖTV – Gründung

Gegründet wurde der Österreichische Tennis Verband 1902 – aber die Geschichte des Tennis in Österreich ist weit älter. Schon im 16. Jahrhundert wurde nicht nur in Italien, Frankreich oder England, sondern auch in den Ballhäusern in Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck das Jeu de Paume gespielt – mit der Handfläche (Paume). 200 Jahre lang wurde z. B. in einem Neubau der Hofburg gespielt; bis Maria Theresia 1741 dieses Ballhaus zu einem „Burgtheater“ umwidmen ließ und den Auftrag gab, dem Sport auf dem heutigen Ballhausplatz eine neue Heimstätte zu schaffen.

Das Schlagen eines Gummiballs mit Holzgeräten über ein Netz, das den Saal in der Mitte teilte, war der größte Fortschritt; der Ball-Lehrer (Paumier) stellte Bälle und Schläger her. Die Regeln wurden im Prinzip schon vor Jahrhunderten entwickelt. Jahrhunderte alt ist auch die heutige Zählweise, für die man die Uhr (15, 30, 45, volle Stunde) benützte; daraus entstand das heutige 15, 30, 40, Game. Auch Einstand (deuce = a deux) und Vorteil wurde schon in den Ballhäusern gehandhabt. Der Begriff Tennis dürfte aus dem französischen tenez (nehmen Sie, halten Sie), entstanden sein.