Das Race to Masters ist entschieden

Mehr als 1100 Nennungen gab es für die Zischka ÖTV Seniors Trophy 2015, das Turnier blieb auch beim abschließenden Masters in der Erfolgsspur: In Einzel und Doppel gab es nicht weniger als 115 Nennungen, gespielt wurde im kroatischen Urlaubsort Porec.

Die Top 8 des Race to Masters  kämpften bei herrlichem Tenniswetter in zehn  Altersklassen um die Titel dieses Kat-I-Turnieres.  Zu den tollen Leistungen passte der perfekte Rahmen: Das ausgezeichnete Hotel  Valamar Diamant in Porec/Istrien als eines der besten Tenniscamps des Titelsponsors und Gesamtkoordinators Hannes Zischka, bot den Teilnehmern sowie den vielen Begleitpersonen und Zusehern hervorragende  Bedingungen.

Die Sieger der einzelnen Klassen:

EINZEL/Herren:
35/40: Jürgen Florian
45: Alexander Pfann
50: Herbert Krippner
55: Herbert Riederer
60: Harald Hellmonseder
65: Helmut Obermair
70: Edmund Seliger
75: Franz Gehbauer
EINZEL /Damen:
55: Silvia Reigl
60: Elisabeth Ötsch

DOPPEL/Damen:
35: Renate Haubner/Elisabeth Ötsch
DOPPEL/Herren:
35: Jürgen Florian + Stefano Cotugno
45: Michael Bräuer + Robert Apollonio
50: Michael Sulzbacher + Ewald Krampl
60: Helmut Köck + Harald Hellmonseder
65: Helmut Lukas + Alfred Tesar

 

Tennis-Festspiele in Anif

In Anif, einer Gemeinde im Salzburger Land, fand im Juli 2015 das neunte Turnier des Generali ITN Cups statt –  und war restlos ausverkauft. Der Cup gilt als die größte Breitensport-Turnierserie Österreichs.

Zeitgleich mit der letzten Vorstellung des „Jedermanns“ im Rahmen der Salzburger Festspiele traten in Anif rund 75 Tennisspieler und -spielerinnen mit einem ITN zwischen 4,0 und 10,0 gegeneinander an.

Besonders für die Tennis-Festspiele: erstmals betritt eine Spielerin, die bereits vier Grand-Slam-Turniere gewonnen hat, einen Court im Gasteinertal – die Australierin Samantha Stosur.

„Es macht mich schon stolz, dass eine Ausnahmeathletin wie Sam Stosur heuer bei den Nürnberger Gastein Ladies spielt. Das ist auch eine Anerkennung für die engagierte Arbeit, die in den vergangenen neun Jahren hier für das WTA-Turnier im Gasteinertal geleistet worden ist.“, so Turnierdirektorin Sandra Reichel.

Siegreich in den ITN-Kategorien

Im Rahmen der Tennis-Festspiele in Anif, wurden Bewebe in sieben Spielstärke-Kategorien ausgetragen. In der ITN-Kategorie 4,0 bis 4,6 gab es großes Tennis mit vielen engen Matches zu sehen, siegreich war der Tiroler Josef Kurz.

Die ITN-Kategorie 4,7 bis 5,3 konnte Florian Ditzer aus Niederösterreich für sich entscheiden; in der  Kategorie 5,4 bis 6,0 hatte Rene Subhieh Erfolg.

Außerdem siegreich waren die Salzburger Damir Sokic und Christina Geib, der Oberösterreicher Roland Krauk und Matthias Bürgstein aus der Steiermark.

 

 

Angelique Kerber fährt zur WM

Dank der Auftaktniederlage von Lucie Safarova beim WTA-Turnier in Moskau hat sich Angelique Kerber für die WTA Finals in Singapur qualifiziert. Der deutschen Nummer eins ist ihr Startplatz beim Saisonfinale der acht besten Spielerinnen des Jahres nun nicht mehr zu nehmen. Lucie Safarova schied beim WTA-Premier-Turnier in Moskau im Achtelfinale aus, Kerber kann somit nur noch von maximal zwei Spielerinnen überholt werden. Safarova verlor ausgerechnet gegen ihre gute Freundin Anastasia Pavlyuchenkova mit 1:6, 7:6 (2), 3:6 und muss nun selbst kräftig um ihr WM-Ticket zittern. Die Tschechin musste nach den US Open wegen einer bakteriellen Infektion ins Krankenhaus und ist daher noch weit von ihrer starken Vorjahresform entfernt.

Zum dritten mal bei den WTA Finals

Kerber: „Ich bin sehr glücklich, dass ich mich erneut für die WTA Finals qualifiziert habe. Nachdem ich letztes Jahr Ersatzspielerin war, freue ich mich, dass ich zurück auf dem Platz bin und gegen die besten Spielerinnen in der Welt konkurriere. Ich hatte eine tolle Saison und habe mich selbst gepusht, um mich für Singapur zu qualifizieren – vor allem als das Event näher rückte“. Die 27 jährige Kielerin gewann dieses Jahr vier Turniere und verpasste in Hongkong nur knapp ihren fünften Saisontitel. Kerber ist zum dritten Mal für die WTA Finals qualifiziert. In den Jahren 2012 und 2013 war sie in Istanbul dabei, scheiterte aber jeweils schon in der Gruppenphase.

Thiem scheitert in Wien

Im Achtelfinale scheitert der Niederösterreicher an Jerzy Janowicz

Sein erstes Match beim ATP-500-Heim-Turnier haben sich sowohl der Weltranglisten-19. Dominic Thiem als auch die Veranstalter vermutlich anders vorgestellt. Wie im Vorjahr verlor Thiem am Dienstag gleich in der ersten Runde des Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle. Der als Nummer 5 gesetzte Niederösterreicher ging nach 2:01 Stunden gegen Jerzy Janowicz (POL) mit einer 6:2,6:7(5),4:6-Niederlage vom Platz.

Vor 6.000 Zuschauer führte Thiem vorerst gegen den Polen mit 6:2,2:2, sein Gegner erstarkte aber in der Folge, während Thiem nicht mehr sein bestes Tennis zeigen konnte. Somit ist nach dem Aus von Gerald Melzer, Dennis Novak und Lucas Miedler am Vortag unerwartet auch der vierte Lokalmatador gescheitert.

Der erste Satz war gut

Der Lichtenwörther analysiert: „Es war ganz knapp, vor allem im zweiten Satz. Der erste Satz ist, glaube ich, ein bisschen zu leicht gelaufen, da hat er mir das erste Break geschenkt und dann hat er es selbst ein bisschen durchlaufen lassen“. Im zweiten Satz, in dem er einen Satzball zum 2:6 abwehrte, sei er jedoch gut zurückgekommen. „Dann ist das Tiebreak ziemlich krumm gelaufen und da hat er sehr gute Punkte gespielt. Im dritten Satz habe ich vielleicht einfach ein bisschen zu sehr noch über das Tiebreak nachgegrübelt und gleich im ersten Game ein Break gekriegt“, sagte Österreichs Nummer eins.

Den ersten Satz hat Thiem in nur 25 Minuten dominiert. Im zweiten ging es bis zum 2:2 noch ähnlich weiter, ehe Thiem zum 2:4 den Aufschlag abgeben musste. Auch im zweiten Durchgang konnte sich Janowicz weiter steigern, war auch beim Aufschlag besser. Bei 2:5 und eigenem Aufschlag wehrte der Weltranglisten-19. noch einen Satzball ab und rettete sich in der Folge sogar ins Tiebreak, in welchem sich aber doch der ehemalige Wimbledon-Semifinalist Janowicz durchsetzen konnte.

Schlechter Start in den dritten Satz

Gleich im Auftaktgame musste Thiem seinen Aufschlag abgeben, auch Janowicz wankte in der Folge nicht mehr wirklich. Es sei kein schlechtes Match gewesen, so Thiem, doch das mit einem „sehr blöden Fehler“ hergegebene Tiebreak hätte er einfach „besser wegstecken“ müssen. „Es ist extrem bitter, dass wieder in der ersten Runde Schluss war“, zeigte sich Thiem natürlich sehr enttäuscht über das neuerliche Auftakt-Aus in der Stadthalle.

 

Erste Bank Open: erstmals 500-Turnier

Das größte Turnier in der Wiener Tennisgeschichte ist bereits im Gange – das Erste Bank Open findet von 17. bis 25. Oktober in der Wiener Stadthalle statt.

Der Bewerb wird schon seit über 40 Jahren in Wien ausgetragen, bisher jedoch immer als 250-Turnier. Das bedeutet, dass dem Gewinner 250 Punkte auf der Weltrangliste gutgeschrieben werden. Wenig im Vergleich zu den 1.000 Punkten, welche die Sieger bei den internationalen Top-Tennis-Turnieren erhalten. Dementsprechend waren bis jetzt nur selten Sportler der Tennis-Spitze in Wien zu sehen.

Coup in der Wiener Stadthalle

2015 wurde das Erste Bank Open zu einem 500-Turnier aufgewertet – als eines von insgesamt dreizehn Turnieren dieser Klasse weltweit. Die Preisgelder haben sich seit dem Vorjahr verdoppelt, und die Chance auf Spitzenspieler ist ebenfalls gestiegen. Novak Djokovic wird 2015 zwar nicht am Court antreten. Die Aufwertung des Turniers passierte erst als viele der Top-Spieler ihre Terminpläne für den Herbst längst abgeschlossen hatten. Für 2016 ist Organisator Herwig Straka allerdings zuversichtlich. „Nächstes Jahr können wir dann vielleicht schon im März einen Djokovic oder Nadal präsentieren“, zitiert ihn das Magazin News. Logischer nächster Schritt wäre ein 1.000-Turnier in Wien. Momentan fehlt dafür aber sowohl das nötige Budget, als auch  ein Austragungsort, der groß genug wäre.

Alle Mitglieder des ÖTV erhalten im Rahmen des am Mittwoch den 21. Oktober stattfindenden ÖTV-Days einen Eintrittsrabatt für das Erste Bank Open. Am Sonntag den 25. Oktober wird das Finalspiel ausgetragen.

U12 und U14-Jugendmeister

Ende Mai 2015 fanden in Leibnitz und Wien die ÖTV-Jugendmeisterschaften statt. Trotz teils schwieriger Wetterlage mit Nieselregen, schweren Bällen und schlechten Bodenverhältnissen haben sich sowohl bei den U12-, als auch bei den U14-Bewerben klare Sieger herauskristallisiert.

Bei den U14-Meisterschaften, traten Spieler der Jahrgänge 2001 und jünger in Leibnitz sowohl im Einzel als auch im Doppel gegeneinander an. Bei den Burschen siegte der gebürtige Steirer Filip Misolic mit großem Spielraum gegen seinen Konkurrenten Morris Kipcac. Vereint konnten die beiden auch den Doppel-Bewerb für sich entscheiden. Linkshänderin Emily Meyer aus Vorarlberg siegte im Endspiel der Mädchen über ihre Landeskollegin Nina Geissler mit 6:4 und 6:2. Für Meyer ist dies schon der 2. Meistertitel dieses Jahres, nach ihrem Hallenerfolg Anfang 2015.

Siegreich U12 

Auch bei den U12-Bewerben blieb es bis zum Ende spannend. Der Oberösterreicher Lukas Kaltseis holte sich den Final-Titel mit einem soliden Konterspiel gegen Tobias Wirlend, er siegte mit einem Punktestand von 6:2, 6:3. An der Seite von Nico Mucic gewann Kaltseis auch im Doppel-Bewerb. Der Meister-Titel der Mädchen ging dieses Jahr an Johanna Halper aus Niederösterreich, die sich nach anfänglichen Rückstand gegen die Steirerin Elena Karner durchsetzen konnte. Sie siegte auch im Doppel, an der Seite von Roxana Repas.

Die Ergebnisse im Detail hat der ÖTV gelistet.

Seit 1. September neu: das ITN Rule Book

Was ist eigentlich das ITN Rule Book? 

Das ITN Rule Book des ÖTV ist kein Regelbuch im herkömmlichen Sinne. Es beschreibt also nicht die Spielregeln, die beim Tennis gelten. Seit 1. September 2015 ist die International Tennis Number ITN darin festgeschrieben. Mit dem ITN-System lässt sich die Spielstärke jedes Spielers bewerten, egal ob Amateur oder Profispieler im Breitensport.

Momentan hätte wohl Novak Djokovic, zur Zeit die Spitze der Tenniswelt, die Bewertungsziffer 1,00 – ein Tennisanfänger im Gegenzug einen Wert von 10,3.

So funktioniert das Bewertungssystem

Um die Motivation am Tennis zu steigern und eine internationale Vergleichbarkeit zu ermöglichen, werden die Spieler in 10 Kategorien beurteilt – vor allem die allgemeinen Eigenschaften des Spielniveaus und die Spielweise des Spielers sind von Bedeutung.

Spielzüge wie Angriff oder wenn beide Spieler an der Grundlinie stehen, fließen als Teil der fünf taktischen Situationen des Tennissports in die Bewertung ein. Außerdem zählt die Qualität von Auf-, Rück- und Passierschlag.

Neue Hallenmeister

Überraschung: Kix vor Favoritin Haas, Miedler erstmals mit Meistertitel

Daniela Kix und Lucas Miedler sind die neuen Hallenmeister 2015. Die dreißigjährige Kix nahm bereits einige Male an der WTA Tour teil und belegte 2006 Platz 190 auf der Weltrangliste. Die gebürtige Wienerin setzte sich am Samstag überraschend gegen die  Turnierfavoritin Barbara Haas durch. Für Kix ist das bereits der vierte österreichische Titel, denn sie war bereits 2010 und 2011 Hallenmeisterin, 2013 im Freien.

Lucas Miedler aus Tulln feiert mit dem Sieg seine Premiere als österreichischer Meister. Im Teenager-Finale siegte er gegen den Wiener Lenny Hampel. Miedler, der erst neunzehn Jahre jung ist, war 2014 Sieger des Junioren-Australian-Open.

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