Dritter WTA Titel für Paszek

2012 feiert Tamira Paszek nach 2006 in Portoroz und 2010 in Quebec City in Eastbourne ihren dritten WTA-Titel. Wenig später spielte sie sich in Wimbledon – wie schon ein Jahr zuvor – bis ins Viertelfinale. Als beste Spielerin Österreichs wurde sie im Jahr 2013 von Yvonne Meusburger abgelöst, die nach mehreren Titeln auf der Challenger-Tour in Budapest ins Finale vordrang und kurz darauf in Bad Gastein mit einem Finalsieg über Andrea Hlavackova ihren ersten Titelgewinn auf der WTA-Tour verbuchen konnte – übrigens ebenso wie Sandra Klemenschits, die im Doppel an der Seite von Andreja Klepac gewann. 2014 erreichte Meusburger bei den Australian Open erstmals die dritte Runde eines Grand Slam-Turniers und kletterte im März auf ihre höchste Weltranglisten-Platzierung, Platz 37. Nach den US Open kündigte sie ihr Karriereende an, die Australian Open 2015 bildeten den Abschluss.

Dritter Grand Slam Titel für Melzer

Der dritte Grand Slam Titel für Melzer folgte dann mit Philipp Petzschner im Doppelbewerb der US Open. Im Davis Cup gelang ihm mit gemeinsam mit Haider-Maurer, Oliver Marach und Alexander Peya mit dem 4:1-Sieg gegen Belgien der Weiterverbleib in der Weltgruppe. Das nächste Highlight sollte im Februar 2012 folgen: Erstmals seit 1995 erreichte ein österreichisches Davis Cup-Team wieder das Viertelfinale des Davis Cups by BNP Paribas! Mit dem 3:2-Sieg über Russland qualifizierten sich Jürgen Melzer, Andreas Haider-Maurer, Alexander Peya und Oliver Marach – bei Clemens Trimmels Premiere als Davis Cup-Captain – für die Runde der weltbesten acht Nationen.

Titel in Wimbledon!

Kurze Zeit später holte sich Melzer mit Philipp Petzschner als erster Österreicher den Titel in der Doppelkonkurrenz von Wimbledon. Doch damit nicht genug, konnte er Ende Oktober in der Wiener Stadthalle noch seinen Titel verteidigen: Er besiegte seinen Landsmann Andreas Haider-Maurer in einem spannenden Finale und gewann damit seinen dritten ATP-Einzel-Titel. Der vierte sollte 2012 in Memphis folgen. Am 18. April 2011 war Melzer die Nummer 8 im ATP-Computer. In diesem Jahr gewann Melzer in Wimbledon im Mixed-Doppel an der Seite seiner späteren Ehefrau Iveta Benešová seinen zweiten Grand Slam-Titel.

Melzer tritt aus dem Schatten Musters

In der jüngeren Vergangenheit ist es vor allem ein Name, der aus der Masse heraussticht: Jürgen Melzer, dem das fast Unmögliche gelungen ist – nämlich aus dem Schatten der Tennislegende Thomas Muster herauszutreten. 2009 feierte Melzer seinen bis dahin größten Erfolg beim Heimturnier in der Wiener Stadthalle: Er besiegte im Finale den Kroaten Marin Cilic und gewann nach Bukarest (2006) sein zweites ATP-Turnier. Mit dem Einzug ins Halbfinale von Paris im Juni 2010 – er unterlag dem späteren Turniersieger Rafael Nadal in drei Sätzen – feierte er seinen größten Erfolg bei einem Grand Slam.

Eine kurze Geschichte des ÖTV – Final Four vorm Bergisel

Im Jahre 1990 war Österreich im Semifinale des Fed Cups – und 2004 ist das Final Four durch Siege über die Slowakei und erneut über die USA abermals Wirklichkeit geworden. Vor dem überwältigenden Panorama der Innsbrucker Berg Isel-Schanze schrieben Schwartz, Schett und Wartusch mit einem 4:1 über Navratilova und Co. ein weiteres Mal österreichische Tennis-Geschichte. Als weiteres Highlight in der jüngsten Vergangenheit beeindruckt auch Tamira Paszek, die am 2. Juli 2005 mit ihrem Finaleinzug beim Juniorenwettbewerb von Wimbledon erstmals für internationale Aufmerksamkeit gesorgt hatte.

Eine kurze Geschichte des ÖTV – Höhepunkte im neuen Jahrtausend

Barbara Schett war über viele Jahre das Aushängeschild des österreichischen Damentennis, sie schaffte es in der Weltrangliste bis auf Platz 7 und auch im Fed Cup trug sie viel zu neuen Höhepunkten im neuen Jahrtausend bei: Nachdem Barbara Schwartz beim Debüt von Captain Alfred Tesar Österreich durch das sensationelle 3:2 in den USA die Tore weit geöffnet hatte, erreichten sie 2002 das Final Four. Ohne die verletzte Schwartz hätten Schett und Patricia Wartusch auf Gran Canaria um ein Haar Gastgeber Spanien mit Arantxa Sanchez, Martinez, Ruano Pascual besiegt.

Eine kurze Geschichte des ÖTV – Der Aufstieg der Damen

Die Damen waren in dieser Phase als Team wesentlich erfolgreicher als auf WTA-Turnieren. Ab 1983 war Judith Wiesner die tonangebende Kraft auf dem Court. Um nur ein paar ihrer Erfolge aufzuführen: zweimal Viertelfinale von Wimbledon, 40 mal im Federationcup-Einsatz, Siege über Mandlikova, Novotna, Sanchez, Capriati, Majoli u. v. a. Sie übertraf Petra Huber, und nur Barbara Paulus war in Turnieren ähnlich erfolgreich. Als sie ihre Karriere nach einer endlosen Verletzungsserie beenden musste, konnte sie auf den ersten Top Ten-Rang einer Österreicherin (Nr. 10) vorweisen.

Eine kurze Geschichte des ÖTV – 1999 bis 2004

Im Jahre 1999 haben Markus Hipfl und Stefan Koubek in Pörtschach mit dem 3:2 gegen Schweden den Aufstieg in die Weltgruppe geschafft; 2002 gelang Koubek, Jürgen Melzer, Julian Knowle und Alexander Peya gegen Belgien die Rückkehr in die selbige, beim Debüt von Thomas Muster als Davis Cup-Captain 2004 blieb das Team nach einem weiteren 3:2-Krimi gegen Großbritannien unter den Top 16 der Welt. Das persönliche Engagement der früheren Nummer 1 der Welt hat Tennis interessanter für das Publikum und damit für Medien sowie Sponsoren gemacht.

Eine kurze Geschichte des ÖTV – Davis Cup Erfolge

Die gemeinsamen Siege in Uruguay und über Spanien in Wien sollten hier auch noch Erwähnung finden, ebenso die fast im Alleingang errungenen Davis Cup-Erfolge für Alex Antonitsch 1992 in Kanada und 1993 in Neuseeland sowie von Gilbert Schaller 1997 gegen Kroatien. Herausragend wird aber auch immer die gewaltige Willensleistung Musters beim 2:3 gegen Deutschland in Unterpremstätten bleiben, als er Michael Stich, Sieger in Wimbledon und Finalist bei den US Open sowie in Paris, mit 6:4, 6:7, 4.6, 6:3, 12:10 bezwang.

Eine kurze Geschichte des ÖTV – Comeback der Musketiere

Die Rivalität zwischen den 3 Musketieren erreichte aber mit den zahlreichen Siegen ein kaum noch erträgliches Maß, selbst dieser Umstand trug jedoch skurrilerweise zu ihrer Popularität bei. Als Muster durch seine schwere Verletzung ausfiel, ging das Viertelfinale gegen Schweden 2:3 verloren. Das 9:7 im fünften Satz nach 6 Stunden und 4 Minuten für Horst Skoff gegen den großen Mats Wilander bleibt jedoch unvergesslich. 1990 war das Jahr des Comebacks von Thomas Muster, es folgte ein 5:0 Erfolg über Italien in Wien und das Team Österreich kam erstmals bis ins Semifinale des Daviscups.